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Das Kriegsgeschehen im Monschauer Land
(Eine Zusammenfassung v. H. Jürgen Siebertz, Lammersdorf 1)

Im September 2014 jährt es sich zum 70sten Male, dass in unserer Heimat grausame Kämpfe ausgetragen wurden. Was die jungen Leute allenfalls aus Geschichtsbüchern oder Erzählungen wissen, war im Herbst und Winter 1944/45 hier bittere Realität.
70 Jahre sind eine lange Zeit - aber nicht lang genug, um die Wunden, die der 2. Weltkrieg geschlagen hat, zu heilen. Inzwischen sind über die Schlachtfelder wieder Bäume und Sträucher gewachsen. Saftige Wiesen und fruchtbare Äcker lassen nicht erahnen, wie viel Blut damals im Monschauer Land und im Hürtgenwald vergossen wurde. In der Erinnerung der Bewohner des Monschauer Landes werden die zerstörten Häuser und Dörfer, die verbrannten Wälder und Fluren unvergessen bleiben.

In diesem Jahr findet das Thema "Weltkriegsgedenken" große Aufmerksamkeit. Aus diesem Anlass soll hier ein kurzer, regionaler Einblick in die schrecklichen Ereignisse vermittelt werden. Auch wenn es sich nur um nüchterne Zahlen und Daten handelt - kann doch etwas spürbar werden von dem, was die Menschen damals erlebt und durchgemacht haben. Es soll deutlich werden, dass wir dankbar und glücklich sein müssen, nun schon 70 Jahre Frieden in Deutschland "genießen" zu dürfen. Dieser Friede ist nicht selbstverständlich. Setzen wir gemeinsam alles daran, um ihn zu erhalten.

  * * *

11. September 1944

Die Amerikaner stehen an der Reichsgrenze. Tausende deutsche Landser streben zurück ins Reich. Die Bahnlinie wird von deutschen Pionieren gesprengt, die Stromzufuhr ist unterbrochen. Der Postverkehr im Monschauer Land wird eingestellt.

12. September 1944

Die Amerikaner sind in Roetgen. Im Monschauer Land wird der "Räumungsbefehl" erteilt.

13. September 1944

Der Westwall wird unterhalb der Dreilägerbachtalsperre erstmals durchbrochen. In Lammersdorf werden zwei PAK-Geschütze aufgestellt und Minen verlegt. Die Amerikaner sind auch in Elsenborn eingetroffen. Die Flucht der verbliebenen Einwohner in die Wälder beginnt. Zwei Wohnhäuser und einige Bauernhöfe auf der Domäne werden in Brand geschossen. Viele Bewohner flüchten nach Simonskall.

14. September 1944

Das 39. US-Infanterieregiment (Infantry) der 9. US-Infanteriedivision hat Lammersdorf eingenommen. Die verbliebenen 300 Einwohner werden auf eine Handvoll Häuser verteilt. In den andern Wohnungen haben es sich amerikanische Truppenteile bequem gemacht. In der Firma Junker schlagen Granaten ein. Kämpfe um die Bunker am Ortsrand Lammersdorfs. Richtung Rollesbroich geht es nicht mehr weiter, da die Deutschen vom Paustenbacher Berg auf die Bergstraße feuern. In Roetgen geht das 47. US-Infantry über Rott und Mulartshütte auf Zweifall vor. Dort sind die deutschen Soldaten in Richtung Jägerhaus geflüchtet. Konzen teilweise besetzt. Kalterherberg wird von Elsenborn und Küchelscheid her eingenommen.

15. September 1944

Mützenich und Monschau werden von den Amerikanern besetzt.

19. September 1944

Beginn der Kämpfe um den stark befestigten Paustenbacher Berg (Höhe 554). Zuerst fallen Bomben, dann folgen Granaten. Ständige Einschläge von deutscher Seite in Lammersdorf. Viele Häuser werden beschädigt. Beginn der Hürtgenwaldkämpfe!

21. September 1944

Lammersdorf hat den ersten Ziviltoten durch Granateinschlag. Die 1. Schlacht um Aachen beginnt.

22./23. September 1944

Weitere Tote in Lammersdorf. Die Amerikaner ziehen sich von Konzen und Imgenbroich auf die Höhen bei Mützenich zurück.

24. September 1944

Im Keller der Lammersdorfer Schule wird bei Granatbeschuss ein Kind geboren.

25 .September 1944

Weiteres Todesopfer in Lammersdorf, Panzer auf dem Paustenbacher Berg, heftigste Kämpfe.

29. September 1944

Wieder ein Ziviltoter in Lammersdorf. Alle Einwohner werden durch die Amerikaner registriert.

1. Oktober 1944

Die Front unterhalb Lammersdorfs ist erstarrt. Die Amerikaner haben keine Kaft mehr, weiter in Richtung Rollesbroich vorzustoßen.

2. Oktober 1944

Die 2. Schlacht um Aachen beginnt.

8. Oktober 1944

Zwei Personen in Lammersdorf werden durch Granaten getötet, mehrere verwundet. Die Amerikaner besorgen Brot aus Roetgen und holen Öfen aus den Häusern, um ihre Kampfstellungen zu heizen. Viele Zivilisten müssen frieren. Kalterherberg wird geräumt. Die verbliebenen Anwohner werden auf LKW's verladen und nach Belgien gebracht. Eine Schreckensreise, die Monate dauern sollte, beginnt.

18. Oktober 1944

Einberufungsbefehl zum Volkssturm. Am Lammersdorfer Bahnhof wird ein amerikanischer Posten von deutschem Spähtrupp erschossen.

21. Oktober 1944

Aachen wird nach wochenlangem Kampf aufgegeben.

29. Oktober 1944

Vossenack liegt unter schwerem amerikanischem Artilleriefeuer.

30. Oktober 1944

Extreme Regenfälle verwandeln das Monschauer Land in eine Schlammwüste. Die Temperatur sinkt auf den Gefrierpunkt.

2. November 1944

Die als „Allerseelenschlacht“ in die Geschichte eingegangene amerikanische Offensive um die Talsperren beginnt. Um 8.00 Uhr erfolgt der Angriff durch die Infanterie.

3. November 1944

Erneuter Todesfall durch Granaten in Lammersdorf.

4. November 1944

Das 110. US-Infanterieregiment (Infantry) besetzt Simonskall.

5. November 1944

Vossenack, das zwischenzeitlich von den Amerikanern eingenommen wurde, wird, ebenso wie Schmidt und das untere Kalltal, wieder von den deutschen Truppen zurück erobert.

10. November 1944

Im Venn werden von den Amerikanern 15 deutsche Gefangene gemacht.

16. November 1944

Bomben auf Düren, Jülich und Heinsberg. Die 1. und 9. US-Armee setzen zum Großangriff auf die Rur zwischen Linnich und Hürtgenwald an ("Operation Queen").

30. November 1944

Wieder ein Todesopfer in Lammersdorf

6. Dezember 1944

Jetzt auch ein Kind in Lammersdorf durch Granaten getötet.

7. Dezember 1944

Den Amerikanern wird befohlen, mit Bodentruppen auf die Talsperren vorgehen.

11. Dezember 1944

Bombenabwurf über Lammersdorf, Häuser und Osthalle der Fa. Junker brennen, Wasserleitung getroffen.

12. Dezember 1944

Die Amerikaner schaffen endgültig den Durchbruch zur Rurebene bei Düren.

13. Dezember 1944

Rollesbroich liegt unter schwerem amerikanischem Beschuss.

14. Dezember 1944

Rollesbroich wird von Lammersdorf aus von den Amerikanern endgültig eingenommen. Auch Simmerath wird erobert; in Kesternich geht es nicht weiter. Kallbrück bleibt in deutscher Hand.

16. Dezember 1944

Beginn der deutschen Ardennenoffensive. Die Deutschen greifen in breiter Front die von den Amerikanern eroberten Gebiete in Ostbelgien und Luxemburg an. Bei Minustemperaturen erfrieren viele Soldaten in ihren Schützenlöchern.

18. Dezember 1944

Höfen bleibt nach deutschen Angriffen in amerikanischer Hand.

19. Dezember 1944

Kesternich, das mehrfach den Besitzer wechselt, bleibt nach schweren Verlusten bei den Deutschen.

23. Dezember 1944

Bombardierung von St. Vith und irrtümlich von Malmedy durch die Amerikaner.

24. Dezember 1944

Weitere Bombardierungen mit hunderten Toten. Ganz St. Vith und das Stadtzentrum vom Malmedy werden zerstört.

27. Dezember 1944

Die Wehrmacht muss in der Ardennenoffensive an allen Frontabschnitten zur Verteidigung übergehen.

31. Dezember 1944

Mitteilungen der 1. US-Armee, erste Zeitung.

3. Januar 1945

Ein deutscher Spähtrupp wird gefangen genommen. Kältester Winter seit Jahrzehnten. Die Temperatur liegt unter -20 Grad.

5. Januar1945

Im verschneiten Monschauer Land bewegt sich die Front wieder. Kämpfe um die von den Deutschen gehaltenen Bunker 24 und 27 zwischen Konzen und Simmerath.

6. Januar 1945

Es gibt wieder Mehl, aber kaum Wasser.

16. Januar 1945

Bei der Ardennenoffensive verloren die Deutschen sämtliche Geländegewinne und über 100.000 Mann.

30. Januar 1945

Die letzten Zivilpersonen aus Huppenbroich werden von den Amerikanern nach Lammersdorf und dann weiter nach Roetgen gebracht. Darunter befinden sich einige Simmerather Einwohner, die sich fünf Monate mit ihrem Vieh in der Leykaul versteckt hielten.

30. Januar 1945

Die strategisch bedeutsame Straßenkreuzung "Am Gericht" muss aufgegeben werden. Auch in Konzen, Eicherscheid und Huppenbroich ergeben sich die deutschen Verteidiger. Der Großangriff der Amerikaner zur Gewinnung der Rurtalsperren beginnt.

31. Januar 1945

Imgenbroich und Menzerath gehen an die Amerikaner verloren.

1. Februar 1945

Hammer geht an die Amerikaner verloren.

2. Februar 1945

Hirschrott geht ebenfalls verloren.

3. Februar 1945

Einruhr und Erkensruhr werden von den Amerikanern besetzt. Vieh von Huppenbroich und Simmerath wird nach Lammersdorf geholt, wo auch Leute aus diesen Dörfern untergebracht sind.

6. Februar 1945

In Lammersdorf darf kein Mann heraus. Frauen müssen von 11- 12 Uhr und von 3-4 Uhr das Vieh versorgen. Verkehr von Autos und Panzern ist riesengroß. Starker Beschuss von amerikanischer Seite. Schlammperiode. Autos mit Gefangenen fahren durch den Ort in Richtung Roetgen.

8. Februar1945

Ein monatelanger, mit äußerster Verbissenheit geführter Kampf um Schmidt, das Dorf vor der Rurtalsperre Schwammenauel, geht an diesem Tag zu Ende. Das Dorf wurde zu 97 % zerstört.

9. Februar 1945

Ausgang für alle Lammersdorfer von 8-10 Uhr und von 15-17 Uhr. Die Amerikaner erreichen den Schwammenauel-Staudamm.

10. Februar 1945

Leute von Schwammenauel werden nach Lammersdorf gebracht. Das gesamte Monschauer Kreisgebiet ist jetzt von der US-Armee besetzt.

12. Februar 1945

Letzter Schuss auf Lammersdorf. Einsammeln der toten deutschen Soldaten, die nicht beerdigt wurden.

13. Februar 1945 (2)

Vogelsang ist jetzt komplett in amerikanischer Hand.

15. Februar 1945

In Lammersdorf kommen Zivilpersonen aus Schmidt an

21. Februar 1945

Züge kommen aus Roetgen und Monschau. Schlammperiode.

23. Februar 1945

Erstausgabe der Aachener Nachrichten (einmal wöchentlich)

1. März 1945

Mönchengladbach fällt

2. März 1945 Trier fällt

4. März 1945

Das linksrheinische Düsseldorf fällt

6. März 1945

Das linksrheinische Köln fällt

7. März 1945

Im Monschauer Land darf man sich sechs Kilometer weit von seinem Wohnort entfernen.

9. März 1945

Bonn fällt

18. März 1945

Koblenz fällt

1. April 1945

Ostersonntag - In Lammersdorf läuten die Glocken wieder.

10. April 1945

Belgische Freischärler kommen

14. April 1945

In der Firma Junker wird wieder gearbeitet.

15. April 1945

Die Huppenbroicher, die in Vogelsang einquartiert waren, können ihr Vieh in Lammersdorf abholen, die Paustenbacher dürfen auch wieder heim.

25. April 1945

Zusammentreffen von Russen und Amerikanern in Torgau an der Elbe.

Anfang Mai 1945

Die Alliierten beginnen mit planmäßigen Bunkersprengungen.

7. Mai 1945

Deutsche Kapitulation

8. Mai 1945

Kriegsende in Europa

Mitte Mai 1945

Reguläre belgische Soldaten kommen, schwere Ausschreitungen.

23. Mai 1945

Die Kalterherberger sind wieder zu Hause.

7. August 1945

182 Minensucher kommen.(3) 170 Minensucher werden in der Firma Junker untergebracht.

1. September 1945

Schulbeginn in Lammersdorf (Café Prümmer)

4. September 1945

Die Belgier stellen Ersatzforderungen, wollen u. a. Teile von Lammersdorf, Roetgen und Mützenich.

1. Oktober 1945

Belgische Forestiers beginnen mit dem Abholzen und Abtransport der Wälder.

20. Januar 1947

Lammersdorfer Schulkinder können wieder in das Schulgebäude.

1. Juni 1947

Belgische Soldaten halten Einzug in den Dörfern.

Montag - 11. September 1944

Die eigentliche Kriegs- und Leidenszeit beginnt für die meisten Bewohner des Monschauer Landes am 11. September 1944. Die 1. US-Armee steht nach einem dreimonatigen, verlustreichen Vormarsch durch Frankreich und Belgien nun an der Westgrenze des Reiches. Obwohl sich die Amerikaner mit dem ursprünglich englischen Song "We're going to hang out the washing on the Siegfried Line"

(Wir trocknen unsere Wäsche an der Siegfried Linie) Mut machen, sind sie doch durch die verlogene Propaganda des NS-Regimes stark verunsichert. Was wird sie am "gigantischsten Festungswerk aller Zeiten" (Orignialton Hitler) namens Westwall erwarten? Können sie trotz ihrer Nachschubprobleme und kampfgeschwächten Truppen einen Durchbruch wagen? Was sie nicht ahnen: Die erste Linie des Westwalls (Scharnhorst-Linie) ist "ein löchriger Käse", der vielleicht optisch imponieren, aber Deutschland nicht vor massiven Angriffen schützen kann. Die Bunkerstellungen sind zugewachsen, die Geschützbefestigungen von 1938/39 stimmen nicht mehr mit den neuen Halterungen überein, Waffen und Einrichtungen wurden schon vor Jahren an den Atlantikwall geschafft. Viele Bunker werden von der Landwirtschaft genutzt oder stehen unter Wasser. Auch die rasch zur Verteidigung eingesetzten Soldaten sind nicht verteidigungsfähig. Manche kommen aus Lazaretten oder aus der Reserve - ein durch alle Waffengattungen zusammengewürfelter Haufen. Aber - wie schon gesagt - die US-Kampftruppen sind über den wahren Zustand der Verteidigungsanlagen nicht informiert. Sie sind viel schneller an Deutschlands Westgrenze angekommen, als sie geplant hatten. Nun wollen sie vor dem Westwall auf ihren Tross warten. Sie zögern - fatalerweise - einen Tag zu lange.4 Durch die entstandene Verzögerung können die Deutschen einen Tag Zeit gewinnen, Zeit die reicht, um kampferfahrene, gut bewaffnete Soldaten aus dem Hinterland an die zweite Linie des Westwalls (Schill-Linie) zu bringen. So heben im Eiltempo herbeigeschaffte Männer Schanzgräben aus, ziehen neue Drahthindernisse, legen Minenfelder an und verstärken die Betonhöcker. In deutschen Militärkreisen spricht man bereits vom "Wunder am Westwall", von den übersinnlichen Kräften des Führers.
Der vor der Reichsgrenze stehenden 1. US-Armee sind das VII. US-Corps und der die 1. US-Infanteriedivision „Große Rote 1“ (Major General Clarence R. Huebner) und die 9. US- Infanteriedivision (Major General Louis A. Craig) zugeordnet. Während die 1. US-Infanteriedivision für den engeren Aachener Raum zuständig ist, obliegt der Bereich Aachen-Süd der 9. US-Infanteriedivision.
Diese besteht aus dem 39. US-Infantrieregiment (Infantry, Lt. Colonel Van Hugo Bond), dem 47. US-Infantry (Colonel George W. Smythe) und dem 60. US-Infantry (Colonel Jesse L. Gibney). Die ebenfalls zum VII. US-Corps gehörige 3. US-Panzerdivision „Spearhead“ (Brigadier General Maurice Rose) erhält den Befehl, als erste Einheit südlich von Aachen ins Reich vorzustoßen. Das 47. US- Infantry wird mit der Sicherung der rechten Flanke der 3. US-Panzerdivision beauftragt und soll von Roetgen aus über Zweifall-Vicht–Mausbach–Gressenich–Schevenhütte in Richtung Düren vorgehen. Das 39. Infantry soll wiederum weiter südlich die Flanke des 47. US-Infantry schützen und deshalb von Mützenich über Konzen-Fringshaus nach Lammersdorf und von dort weiter nach Germeter–Hürtgen–Kleinhau–Gey– Birgel–Düren sowie auf der Route Lammersdorf-Rollesbroich-Strauch-Schmidt-Nideggen vorgehen, um sich schließlich mit dem 47. Infantry im Raum Düren zu vereinigen.
Noch südlicher soll das 60. Infantry die Flanke des 39. Infantry schützen und von Mützenich nach Monschau und Höfen sowie von Sourbrodt-Elsenborn aus durch den "Monschau-Korridor" Richtung Rhein vordringen.
                                                                      
Dienstag - 12. September 1944
In der Nacht zum Dienstag werden von den Ortsgruppenleitern des Monschauer Landes "Evakuierungsbefehle" verteilt. Während der größte Teil der Bevölkerung damit beginnt, Karren und Wagen mit dem Lebensnotwendigsten zu beladen, suchen andere die umliegenden Wälder auf und richten sich dort auf einen kurzfristigen Aufenthalt ein. Jeder von ihnen hat die Hoffnung, dass die Amerikaner innerhalb weniger Stunden durchziehen werden und sie dann wieder in ihre Häuser zurückkehren können.
Roetgen - Auch hier wird der Evakuierungsbefehl ausgegeben, aber wegen der großen Fläche des Dorfes bleiben viele Einwohner davon unerreicht. Nur 15 – 20 Familien treten mit ihren Karren, die meist von Fahrkühen gezogen werden, den Weg in die Evakuierung an. Einige der Familien, die direkt an der Grenze zu Belgien wohnen, suchen das Weserbachtal auf und richten sich in selbstgezimmerten Waldhütten ein. Die Roetgener, die im Ort geblieben sind und auf die Amerikaner warten wollen, hängen weiße Bettlaken und Tischtücher aus den Fenstern.

Am frühen Morgen schickt Lt. Col. Lovelady einen Spähtrupp über die befestigte Straße von Eupen über Raeren in Richtung Roetgen. Diese Einheit besteht aus der E-Kompanie/33. Panzerregiments sowie dem 2. Zug der Aufklärungskompanie/33.US-Panzerregiments und der E-Kompanie des 36. Panzerinfantry sowie einem Zug von Pionieren. Gegen Mittag erreichen die ersten Kampfpanzer und Panzerspähwagen mit aufgesessener Infanterie Petergensfeld vor der deutschen Grenze.

Deutsche Pioniere haben am Vortag am Bahnhof Schienenstränge gesprengt. Die Detonationen waren so gewaltig, dass Eisenteile bis in die Nähe der Kirche flogen. Auch die Brücke über den Schleebach, in den auch der Überlauf der Talsperre mündet, ist gesprengt worden. Der Schleebach fließt in den Grölisbach, der etwas weiter durch die Höckerlinie bricht und nach dem rechtsseitigen Zulauf des Dreilägerbachs nun Vichtbach heißt. Die Hauptstraße, die als L 238 unterhalb der Staumauer nach Rott und zur K 24 in Richtung Hahner Straße/Lammersdorf führt, ist durch eine doppelte Eisenschranke, die rechtsseitig der Höckerlinie eingebaut wurde, versperrt.
An der Talsperre und der Straßenverbindungen L 238 von Roetgen nach Rott sowie der
K 24 zur Hahner Straße befinden sich mehrere MG-Bunker und ein Bunker mit Sechsschartenkuppel, PAK-Garagen und MG-Schilder.
Die deutschen Stellungen an der Dreilägerbachtalsperre sind für einen aussichtsreichen Kampf zu schwach besetzt und unzureichend gerüstet. Einige der Soldaten sind schon älter als 60 Jahre und kaum einer hat militärische Erfahrung. Es mangelt an Munition, an medizinischer Versorgung, an Vorräten wie auch an der gesamten Logistik. Wie will man so die hochgerüstete amerikanische Armee aufhalten?

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Um 14.51 Uhr biegt der erste US- Jeep von der Raerener Straße auf die Reichsstraße 258 ein. Einige Panzer folgen nach und setzen gleich mehrere Schüsse in Richtung Westwall ab. Am Bahnhof gehen mehrere Geschütze in Stellung, die in die gleiche Richtung feuern. Als Jagdbomber am Vormittag kurze Angriffe auf die deutschen Bunker an der Dreilägerbachtalsperre fliegen, werden das Haus von Alois Klubert, das Wärterhaus neben der Sperrmauer und die gesamte Filteranlage des Wasserwerks im Distrikt „Hollensiefen“ zerstört.
Lt. Colonel Lovelady schickt Panzerfahrzeuge in das Ortszentrum. Die Kettenfahrzeuge rasseln durch die Dorfstraßen und Gassen. In den Häusern, Stallungen und Schuppen wird intensiv nach deutschen Soldaten gesucht. Infanteristen folgen den Panzern, hasten in Abständen von zwei bis drei Metern durch die Rosentalstraße und den Rommelweg bis zum „Kreitzenende“, drücken die Türklinken der Häuser nieder und durchsuchen Raum für Raum. Ca. 100 Meter vor den ersten Bunkern hält die Kolonne an. Es ist inzwischen 16.20 Uhr. Immer mehr Fahrzeuge dröhnen von Petergensfeld heran. Roetgen ist jetzt voll von amerikanischen Soldaten, Panzern, Lastwagen, Luftabwehrgeschützen, Halbkettenfahrzeugen, Tankdozern, Sanitätsfahrzeugen und Artilleriegeschützen. Auf den Wiesen werden Zelte aufgebaut und hunderte GI´s warten auf ihren Einsatz. In der Mühlenstraße wird ein Platz hergerichtet, auf dem ein Treibstofflager entstehen soll. Mit zwei Panzern wird eine Straßensperre errichtet.
Im „Kloster St. Elisabeth“ richten die Amerikaner ein Lazarett ein, in dem Verwundete erste Hilfe erhalten.
Der 2. Zug der Aufklärungskompanie ist weiter nach Osten vorgerückt und im Vorfeld des Westwalls angekommen. Der Zugführer erhält den Befehl, das Gelände auszukundschaften. Beim Beobachten der Höckerlinie auf der anderen Seite der gesprengten Schleebachbrücke wird der Spähtrupp mit Feuer aus den Bunkern eingedeckt. Dabei wird der Zugführer tödlich getroffen. Rasch zieht der Trupp seine Fahrzeuge an den Straßenrand, um die nachfolgenden Aufklärungspanzer nicht zu behindern.
Von dem im Hang liegenden Bunker D 49 können die Deutschen die Straße voll einsehen und die Angreifer unter MG-Beschuss nehmen. Da die Panzer aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (Hanglagen) gezwungen sind, auf der Straße zu bleiben, wird der Angriff durch die Infanterie vorgetragen. Als diese gegen 17.00 Uhr anrückt, werden die amerikanischen Soldaten von deutschen Scharfschützen beschossen. Einige von ihnen haben sich linksseitig der Straße in Heuböcken versteckt. Der Kompanieführer der hier eingesetzten E-Kompanie des 36. US-Panzergrenadierregiments wird durch eine Kugel getötet. Als die Deutschen auch aus Deckungslöchern und Gräben zwischen den Bunkern mit Infanteriewaffen und Granatwerfern auf die Eindringlinge feuern, geht die Panzergruppe mit Unterstützung des  Panzerartilleriebataillons 391 massiv gegen die Bunker D 49, D 45 und D 43 vor. Gegen 19.30 Uhr erhält die D-Kompanie des 36. Panzergrenadierregiments den Befehl, anzugreifen und die Höckerlinie östlich zu umgehen. Dort soll eine Stellung zum Schutz der Pioniere errichtet werden, die mit der Instandsetzung der Schleebachbrücke beauftragt sind. Auch dieser Versuch scheitert am Beschuss von deutscher Seite. Gegen 20.00 Uhr bringt das Panzerartilleriebataillon 391 der 3. US-Panzerdivision am Bahnhof eine 105 mm Batterie von sechs Geschützen in Stellung, die sofort auf die Bunker feuert. Trotzdem bleiben alle Versuche, den Durchbruch an diesem Tag zu erzwingen, erfolglos. Die Amerikaner müssen sich außer Sichtweite der Bunker zurückziehen.

In Lammersdorf 5 verlassen ca. 500 Einwohner das Dorf, darunter ca. 200 zuerst einmal in Richtung Simonskall. Einige ziehen mit Handwagen in den Wald bei Fringshaus, andere bleiben in ihren Häusern.

In Imgenbroich begeben sich fast alle Einwohner in das Waldgebiet Grünenthal oder ziehen weiter nach Hammer und Dedenborn. Einige kennen „Schlupfwinkel“ im Belgenbachtal oder anderswo in der Umgebung.

In Kesternich und Strauch suchen ebenfalls viele Einwohner die Waldgebiete auf, kehren dann aber nach und nach wieder in die Wohnungen zurück.

Steckenborn - Nachdem in Steckenborn das komplette Kirchengebäude gesprengt wurde, ziehen 90 Einwohner samt Pastor in einen Unterstand in der „Jungheck“ und von dort weiter in den Raum Engelgau. Andere Familien flüchten bis Thüringen und Sachsen.

In Simmerath, und Rollesbroich werden die Einwohner in langen Trecks evakuiert. In ihren Häusern verschanzen sich deutsche Einheiten.

In Konzen wurde am 10. September in der alten Kirche zum letzten Mal das Hochamt gefeiert. Dann begann für die meisten Einwohner ein langer Treck in den Raum Hannover. Nur wenige Konzener sind im Ort geblieben, um das Vieh zu versorgen.

In Höfen hat sich niemand am vorgegebenen Sammelpunkt eingefunden. Die Einwohner sind in das Waldstück „Dörmes“, das sich in der Nähe des Forsthauses „Rothe Kreuz“ befindet, gezogen und richten dort ein regelrechtes Lager ein. Die Familien bauen aus mitgebrachten Brettern, abgesägten Bäumen, Ästen und Blattwerk einigermaßen bewohnbare Hütten.

In Eicherscheid haben die Einwohner beschlossen, gemeinsam im Ort zu bleiben, solange es eben geht. Sie haben ansehnliche Nahrungsmittelvorräte angelegt und wollen sich in ihren Häusern vom amerikanischen Durchmarsch überrollen lassen. Als aber die ersten Granaten einschlagen und amerikanische Truppen bereits in Roetgen und Elsenborn stehen, lassen sich einige Bewohner doch evakuieren. Deutsche Pioniere sprengen den oberen Teil des Kirchturms ab, um den Amerikanern keine Aussichtsplattform bzw. Artillerie-Richtpunkte zu bieten.

In Hammer, Dedenborn, Einruhr, Erkensruhr, Rohren und Widdau sind zwar die Räumungsbefehle verteilt worden, aber viele Einwohner wollen die Entwicklung der nächsten Tage abwarten. In Rohren verstecken sich die Einwohner im Holderbachtal. Im Ort selbst wird ein deutscher Offizier getötet und mehrere Soldaten durch Granateinschläge verwundet.

In Monschau ist die gesamte Parteileitung geflohen. Nur ca. 100 Einwohner haben sich an den Abmarschstellen eingefunden; der weitaus größte Teil einschließlich der städtischen Beamten hat sich entschieden, in der Stadt zu bleiben. Viele Einwohner begeben sich in den Schieferstollen. Im Maria-Hilfs-Stift befinden sich ca. 100 kranke und alte Leute sowie einige Ordensschwestern. Landrat Dr. Schramm aus Schleiden überträgt dem Kreistagsabgeordneten Walter Scheibler die Verwaltung des Kreises Monschau.

In Paustenbach, Bickerath und Witzerath werden alle Bewohner evakuiert. Die Dörfer wirken wie ausgestorben. Einige Paustenbacher gehen zu Familienangehörigen nach Lammersdorf und ziehen mit diesen ins Venn bei Fringshaus. Sie können monatelang nicht in ihr Dorf zurück und müssen in Lammersdorf bleiben.

In Rott und Mulartshütte haben viele Einwohner den nahen Wald aufgesucht, kehren dann nach und nach wieder in ihre Häuser zurück.

In Zweifall treffen hunderte Flüchtlinge aus Walheim, Venwegen, Hahn und anderen Ortschaften ein, die in Richtung Düren weiterreisen wollen. Ungefähr 60 Zweifaller gehen in die Evakuierung, der Rest will im Dorf auf die Amerikaner warten.

Simonskall ist durch die vielen Flüchtlinge aus Lammersdorf und Rollesbroich, die mit ihren Tieren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen ankommen, völlig überfüllt.

In Mützenich machen sich einige Bürger in den nahen Wald auf. Als sich der amerikanische Einmarsch verzögert, kehren sie zurück. Deutsche Pioniere sprengen die Brücken und Stellwerke am Monschauer Bahnhof.

Mittwoch - 13. September 1944
In Roetgen starten die GI's des 36. US-Panzergrenadierregiments an diesem regnerischen und nebligen Morgen erneut den Versuch, den Westwall unterhalb des Dorfes zu durchbrechen. Der neu eingesetzte Kompanieführer, Lt. V. L. MacCor, kommt mit seinem 2. Zug bis auf wenige Meter an die Hindernisse heran, erhält jedoch in Höhe des Steilhangs Gegenfeuer. Trotz des starken Beschusses schafft es der Voraustrupp des 2. Zuges, auf die rechte Seite des MG-Bunkers D 45 vorzurücken. Die anderen Trupps ziehen nach und sammeln sich in der Nähe der Bunkerstellung. Nachdem ein Teil des Zuges auf die linke Seite wechseln konnte, feuern Panzer mit panzerbrechender Munition auf die Bunkerscharte. Jetzt kann der Bunker von beiden Seiten angegriffen werden. Die Amerikaner laufen ungehindert auf der Bunkerdecke herum, während die Deutschen immer noch aus der Bunkerscharte feuern. Erst als die GI´s den Deutschen zurufen, dass sie den Bunker „zubaggern“ würden, wenn sie sich nicht ergäben, erkennen diese ihre aussichtslose Lage und strecken die Waffen.
Um 8.00 Uhr geht die D-Kompanie rechtsseitig auf den Hang südlich des Hauptbeckens und von dort westlich auf den MG-Bunker D 49 vor. Ohne Widerstand zu leisten, ergibt sich die Bunkerbesatzung. Zwei deutsche Soldaten werden tot hinausgetragen, mehrere sind verwundet und ca. 15 Soldaten geraten in Gefangenschaft.
Gegen 10.00 Uhr gibt es keinen Widerstand mehr. Das schwere Eisentor in der Panzersperre wird mit drei Ladungen TNT gesprengt. US-Pioniere füllen mit gepanzerten Radladern an den Übergangsstellen des ausgetrockneten Bachbetts große Mengen Steine und Erdreich an. Kurze Zeit später wird der als unbezwingbar geltende Westwall von den Amerikanern durchquert, als handele es sich um eine einfache, unbedeutende Straßenbrücke.

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Im linksseitigen Hang des Vichtbachtales haben die Deutschen sieben Bunker bzw. MG-Schilde besetzt. Als der erste Panzer in Sichtweite kommt, wird aus einem der Bunker geschossen. Nach mehreren Feuerstößen des Panzers kommt die Bunkerbesatzung heraus und ergibt sich. Aus den anderen Bunkern sind die Bedienungen der vorgefundenen PAK´s geflüchtet. In Rott selbst gibt es anfänglich Widerstand, doch kurz nach Mittag stehen die Amerikaner mit 10 Panzern bereits hinter Rott und rücken weiter in Richtung Mulartshütte und Zweifall vor.

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In Eupen macht sich um 8.35 Uhr das 39. US-Infanterieregiment (Infantry)/9. US-Infanteriedivision (Colonel Van Hugo Bond) mit drei Bataillonen auf den Weg in Richtung Mützenich-Monschau. Das Regiment hat den Auftrag, den Weg von Lammersdorf durch das Kalltal bzw. über Rollesbroich zu sichern und das große Waldgebiet bei Germeter und Hürtgen zu umgehen. Durch diese Maßnahme soll die rechte Flanke der 3. US-Panzerdivision geschützt werden. Das erste Ziel ist die Einnahme von Lammersdorf. Die Straße zwischen Eupen und Mützenich führt durch den Eupener Wald und das Moorgebiet „Hohes Venn“ in Richtung Monschau.
Das II. Bataillon (Lt. Colonel Frank Gunn) und das I. Bataillon (Lt. Colonel Oscar H. Thompson) rücken nacheinander auf die Reichsgrenze vor,während das III. Bataillon (Lt. Colonel Robert H. Stumpf) noch in der Reserve bleibt. Das II. Bataillon erreicht, ohne auf Widerstand zu stoßen, um 13.25 Uhr als erstes das Forsthaus Ternell. Das I. Bataillon trifft ca. 10 Minuten später dort ein. Doch ab hier ist zuerst einmal kein Vorwärtskommen, da die deutschen Truppen die Straße vermint und mit Sprengfallen versehen haben. Zudem haben sie aus gefällten Bäumen Straßensperren errichtet und aus dem Asphalt große Stücke herausgesprengt. Als die Straße wieder befahrbar gemacht worden ist, gehen die beiden Bataillone weiter auf Mützenich vor. Eine in den Ort entsandte Patrouille wird vor der Dorfgrenze mit heftigem MG- und Granatwerferfeuer empfangen. Regimentskommandeur Colonel Van Bond schließt daraus, dass sie von den Deutschen in großer Formation erwartet werden. In Anbetracht des deutschen Widerstands lässt er deshalb nach einer Route suchen, auf der man das Venndorf linksseitig umgehen kann. Aufgrund unzureichenden Kartenmaterials und der Unübersichtlichkeit des Geländes driftet die Kolonne ungewollt immer weiter von Mützenich weg. Zum Problem der fehlenden Ortskenntnis kommt hinzu, dass sich die Fahrzeuge ständig im schwammigen Boden festfahren und mühsam auf festen Untergrund gezogen werden müssen. Nach einigen hundert Metern stoßen sie auf einen befahrbaren Weg, der nach „Reinartzhof“ und von dort nach Roetgen führt. Gegen Abend kommen die beiden Bataillone schließlich im Waldgebiet Roetgen-Schwerzfeld an. In den Fluren „Auetsfeld“ und „Lenkteschlag“ gehen sie im Schutz der Bäume in Stellung.
Das in Eupen in Reserve wartende III. Bataillon/39.Infantry erhält gegen 10.00 Uhr den Abmarschbefehl und trifft erst am Forsthaus Ternell ein, als die beiden anderen Bataillone bereits das Moorgebiet durchquert haben und in Roetgen-Schwerzfeld angekommen sind. So kann Colonel Stumpf den Anschluss an die beiden vorausgefahrenen Bataillone nicht mehr herstellen. Ohnehin haben die Fahrzeuge nur noch wenig Treibstoff, und so lässt er die Truppe im Wald hinter dem Forsthaus absitzen, um auf Nachschub zu warten. Das Rangieren der Fahrzeuge im weichen Boden neben der Straße führt dazu, dass sich in kurzer Zeit mehrere Panzer und Lastwagen festfahren.

Lammersdorf ist bisher noch nicht von den Amerikanern erreicht worden. Das müssen auch die Einwohner, die in den Wald bei Fringshaus geflüchtet sind, ernüchtert feststellen. Sie hatten gehofft, dass die Amerikaner zu diesem Zeitpunkt bereits wieder den Ort verlassen hätten und weitergezogen wären. Schließlich kehren die Lammersdorfer schon am Morgen wieder in ihre Wohnungen zurück. Einige Einwohner, die nach Simonskall geflüchtet waren, sind wieder heimgekehrt, um noch dringend benötigte Dinge wie Decken, Lebensmittel etc. zu holen.

In Huppenbroich - sind - bis auf vier Personen, die sich versteckt haben - alle Bewohner evakuiert worden.6
                                  
Donnerstag - 14. September 1944
Im Roetgener Ortsteil Schwerzfeld haben das I. und das II. Bataillon des 39. US-Infanterieregiments die Nacht im Wald zugebracht und brechen am Morgen in Richtung Lammersdorf auf. Es regnet in Strömen, und zudem liegt ein dicker Nebelteppich über der Region. Die Trierer Straße steht voller Panzer, Lastwagen, Jeeps und Halbkettenfahrzeuge. Die beim Einmarsch der Amerikaner aus Roetgen geflüchteten und sich im Wald am Weserbach versteckt gehaltenen deutschen Soldaten versuchen, die anrückenden US-Panzer rechtsseitig der Straße nach Fringshaus mit Gewehrschüssen zu attackieren, werden aber mit einigen MG-Stößen vertrieben. Wenig später erreicht die US-Panzerspitze die Gaststätte Fringshaus an der Abzweigung nach Lammersdorf. Dort hat man die amerikanischen Truppen bereits erwartet, denn die Inhaber sind Belgier, was sie auch gleich zu erkennen geben.

Ein Jeep steht quer auf der Straße und mehrere Militärpolizisten weisen den Panzern den Weg nach Lammersdorf. Die Panzergrenadiere laufen links und rechts neben den Fahrzeugen.

In Roetgen sind inzwischen von Petergensfeld kommend „nichtkämpfende“ Truppen einmarschiert. Sie verhalten sich den Erwachsenen gegenüber reserviert; sind aber zu den Kindern sehr freundlich. Unter ihnen befinden sich auch Soldaten deutscher Abstammung, die bei den Einwohnern die Namen örtlicher Nationalsozialisten erfragen. Im Ortsteil Brand werden große Geschütze aufgestellt, deren Rohre nach Osten gerichtet sind.

In Zweifall rückt am Nachmittag das 47. US-Infanterieregiment ein. Die Truppen waren am Morgen in der Spur der Kampfgruppe Lovelady über Rott-Mulartshütte-Zweifall vorgegangen. Das I. Bataillon ging vor Zweifall in Stellung. Das II. Bataillon erhielt Befehl, auf die Jägerhausstraße vorzurücken. Die dortigen Bunker waren erst kürzlich verlassen worden. Auch die weiter zurückliegenden Bunker erwiesen sich als unbesetzt. So schlug das Bataillon in den Wiesen um Zweifall seine Zelte auf. Colonel Lovelady fühlt inzwischen mit seinen Panzern in Richtung Vicht vor.

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In Kalterherberg halten sich die Bewohner in den Kellern ihrer Häuser auf. Am Ortsrand warten Teile des zusammengewürfelten deutschen Infanterieregiments 1056/89. Infanteriedivision auf die Ankunft der Amerikaner. Dann rückt das I. Bataillon/60.US-Infantry/9.US-Infanteriedivision von Elsenborn auf das Dorf mit dem "Eifeldom" vor. Dem 60. Regiment steht die 4. US-Cavalry-Group 7 zur Seite. Die Amerikaner feuern mehrfach in das Dorf hinein. Die Deutschen können nur mit Gewehrschüssen antworten und ziehen sich aufgrund der aussichtslosen Lage in Richtung Höfen zurück. Kalterherberg wird gegen Mittag von den Amerikanern eingenommen.In der Ortsmitte fahren sieben US-Panzer auf. Amerikanische Infanterie beginnt mit der Durchsuchung der Häuser. Die Absicht der Amerikaner, von Kalterherberg nach Höfen und Alzen vorzudringen, kann von den Deutschen, die im Bereich Höfener Mühle stärker befestigt sind, abgewehrt werden. Hier entsteht - wie in Roetgen und Lammersdorf - die Situation, dass Deutsche und Amerikaner in einem Dorf miteinander auskommen müssen.

In Mützenich nähert sich von Eupen über Neu-Hattlich das II. Bataillon/60. Infantry und erreicht den Stehling, den höchsten Punkt des Monschauer Landes. Die Bewohner haben Mühe, die verstört umherlaufenden Kühe und Schweine zu versorgen. Immer wieder werden Personen von Granatsplittern getroffen.

In Lammersdorf kommen um 11.55 Uhr die ersten Panzer des I. und II.Bataillons/39.Infantry aus Richtung Fringshaus in Sichtweite.8 Wenig später brennen im Ort mehrere Häuser. Ca. 300 Personen sind in Lammersdorf geblieben. Die beiden deutschen PAK-Geschütze sind rasch unschädlich gemacht. Die GI's versuchen, am Südrand des Dorfes einen Weg durch die Höckerlinie zu finden, werden aber vom Paustenbacher Berg (Höhe 554) mit Schüssen eingedeckt.

Auch über die Straße in Richtung Düren oder nach Rollesbroich vorzudringen, ist nicht möglich. Am Abend kommt der Vormarsch in Lammersdorf zum Stillstand.

Freitag - 15. September 1944
In Zweifall setzt sich am Morgen das 47. US-Infantry in Richtung Vicht in Bewegung.

Konzen - Vom Stehling aus, von wo der „Monschau-Korridor“ überschaubar ist, wird das Ortszentrum von Konzen unter Beschuss genommen. Dabei geht die historische Kirche in Flammen auf. Die Amerikaner können zwar bis zur Reichsstraße 258 vorrücken, kommen aber in Richtung "Gericht" nicht weiter.       

In Monschau haben die Deutschen alle wichtigen Brücken gesprengt; ansonsten aber ist die Stadt bisher weitgehend unbeschädigt geblieben. Die dort noch anwesenden deutschen Soldaten ziehen sich in Richtung Höfen/Rohren zurück. Um 17.15 Uhr betreten die ersten Amerikaner den Marktplatz. Eine endlose Militärkolonne staut sich vom Restaurant Flora bis nach Mützenich hoch. Monschau ist am Abend vollständig von den Amerikanern besetzt.

Höfen - Die Reste des deutschen Regiments 1056 haben sich nach Höfen und Alzen zurückgezogen. Der amerikanische Angriff auf Höfen nimmt seinen Anfang. Major General Craig setzt sein 3. Bataillon/60. US-Infantry ein, um über den Höfener Kamm von Nordwesten anzugreifen.

In Mützenich feuert das 60.US-Infantry von der Eupener Straße aus mit Panzern, Artillerie und MG´s in das Ortszentrum. Einige Häuser brennen, und es gibt die ersten Opfer unter der Bevölkerung. Die im Dorf verbliebenen Menschen sitzen in ihren Kellern und fürchten um ihr Leben. Die amerikanischen Panzer rollen die Hauptstraße hinunter in Richtung Bahnhof.
In der Nähe der Mützenicher Kirche wird ein amerikanischer Sherman-Panzer von einer deutschen PAK 9 abgeschossen, wenig später noch zwei US-Panzer. Die amerikanische Artillerie feuert vom Stehling und vom Plattevenn aus nach Imgenbroich und Konzen und zieht auf Monschau vor. Angesichts der riesigen Übermacht gehen die deutschen Soldaten schließlich auf die Höhen bei Imgenbroich und Höfen zurück.

Imgenbroich - Die aus dem Grünenthal immer wieder in ihr Dorf zurückkehrenden Landwirte müssen unter Lebensgefahr ihr Vieh versorgen. Um 12.00 Uhr wird die Imgenbroicher Pfarrkirche durch Granatbeschuss zerstört.

Hammer - In der Nacht kommt es zu weiteren Granateinschlägen, durch die einige Häuser in Brand geraten.

In Rohren brennen die ersten Häuser.

Lammersdorf - Nach zahlreichen Versuchen der Amerikaner, die Straße nach Jägerhaus zu klären, geraten drei Domänen-Bauernhöfe in Flammen. Auch das alte Zollhaus an der Hahner Straße, dessen Bewohner evakuiert wurden, und das Haus des Gemeindeförsters werden vernichtet. Den Feuerschein der brennenden Wohnhäuser, Stallungen und Scheunen kann man viele Kilometer weit sehen.

Samstag - 16. September 1944
Monschau - Der amerikanische Militärkommandant Captain Tapers trifft in Monschau ein.

Dedenborn wird im Zuge der Räumungen innerhalb der "Roten Zone" evakuiert (einige Einwohner bleiben allerdings im Ort).

Höfen geht an das 60. US-Infanterieregiment verloren. Um Alzen wird noch gekämpft.
In Rurberg schlägt am 16. September 1944 eine Granate ein.

Lammersdorf/Paustenbach - Trotz vieler Angriffe und großer Personal- und Materialüberlegenheit haben es die Amerikaner bisher nicht geschafft, die Bunker auf dem Paustenbacher Berg auszuschalten. Die in den Kellern lebenden Lammersdorfer müssen es sich gefallen lassen, dass die

Besatzer nach Belieben mit ihnen verfahren. Weitere Häuser im Ort werden durch Granatbeschuss zerstört. Zwei Bunker im Bereich Keltzerbach werden von den US-Truppen eingenommen.

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Sonntag - 17. September 1944
Lammersdorf - Gegen Mittag greifen die Deutschen vom Kalltal her den von den GI's eroberten Bunker Nr. 170 (Koelsheide) an und können ihn für zwei Stunden zurückerobern. Danach kommt der Bunker wieder in die Hand der Amerikaner.

Montag - 18. September 1944
Kalltalsperre - Sowohl die Alliierten als auch die Deutschen sind daran interessiert, das Entscheidungsrecht, ob und wann der Grundablass der Talsperre geöffnet werden soll, zu erhalten bzw.
zu behalten.
Am Nachmittag geht der Lammersdorfer Unternehmer Otto Junker zusammen mit einem Ingenieur von Simonskall zur Talsperre, um den Grundablass zu öffnen.10
Bei den Amerikanern beginnt der Tag mit einer großen „Verschiebe-Aktion“ der 9. US-Infanteriedivision im Raum Höfen und Zweifall.

Höfen und Alzen sind nach heftigen Gefechten jetzt komplett in amerikanischer Hand. Colonel Chatfield beordert seinen Panzerverband, die Panzerzerstörer und andere Fahrzeuge zuerst einmal nach Kalterherberg. Die Einheiten des 60. US-Infantry müssen auf dem Umweg über Mützenich und das wieder belgisch gewordene Eupen nach Zweifall verlegt werden, da die Durchgangsstraße in Imgenbroich und Konzen noch in deutscher Hand ist. Die Infanterie legt die Strecke querfeldein im Dauerregen zurück.

Paustenbach - Immer wieder wird vom Infanterieregiment 1055 der 89. Infanteriedivision, das die Bunker auf den Höhen 380 und 554 hält, geschossen. Die Amerikaner hängen in Lammersdorf fest und können nicht nach Rollesbroich oder Witzerath vordringen. Auch zwischen Bickerath und Konzen wird der Westwall weiter von den Deutschen gehalten.

In Konzen ziehen sich die Amerikaner aus Sicherheitsgründen auf die Höhen des Stehlings zurück.

Roetgen kommt nicht zur Ruhe, weil ununterbrochen Panzer und andere Militärfahrzeuge die Straßen blockieren. Im Lokomotivschuppen am Bahnhof werden amerikanische Panzer repariert. In der Volksschule haben die Amerikaner eine Gefangenen-Sammelstelle eingerichtet. Nach der Vernehmung werden die Gefangenen weiter ins Hinterland transportiert.
                                                          
Dienstag - 19. September 1944
Am Morgen gibt Major General Craig den Angriffsbefehl, mit dem die legendäre „Schlacht um den Hürtgenwald“ ausgelöst wird. Niemand ahnt, dass es ein monatelanger, grausamer Kampf um die Eroberung von nur wenigen Quadratkilometern deutschen Bodens werden wird.

Lammersdorf - Die deutschen Stellungen in der Hahner Straße müssen mangels Munition aufgegeben werden. In den folgenden Tagen werden die Höhen 380 (Harresberg) und 554 (Paustenbach) aus der Luft und am Boden angegriffen. Die enormen Nachschubprobleme der Amerikaner sind auch im Sektor Lammersdorf-Paustenbach spürbar geworden. Insgesamt muss der Vorstoß durch den „Lammersdorf-Korridor“ erst einmal als gescheitert betrachtet werden. Die Truppenstärke der Kampfbataillone, vor allem des III. Bataillons, ist schon nach wenigen Tagen auf 2/3 der anfänglichen Stärke geschrumpft. Jeder Bunker muss einzeln und teilweise unter hohen Verlusten erobert werden. Dabei werden alle nur möglichen Mittel eingesetzt: Vom Ausräuchern durch Flammenwerfer bis zum Ersticken der Bunkerbesatzungen durch Erdaufschüttungen vor die Bunkeröffnungen.
Den Einwohnern von Lammersdorf wird ein grundsätzliches Ausgehverbot erteilt.

Jägerhaus - Die Amerikaner erreichen von Lammersdorf aus das Forsthaus Jägerhaus.11
Ein Zug prüft den Weg zur Kalltalsperre, muss sich aber wegen MG-Beschusses der Deutschen, die die bergab führende Straße unter Kontrolle halten, wieder zurückziehen. In der nur wenige hundert Metervon Jägerhaus entfernten Flur Todtenbruch werden noch mehrere Bunker umkämpft.

Mittwoch - 20. September 1944
Zweifall - Während der amerikanische Angriff in Richtung Hürtgen nur schleppend vorankommt, kann das I. Bataillon des 60. US-Infantry von Zweifall aus zügig hoch durch das Hasselbachtal und das Gieschbachtal vordringen. Die meisten hier liegenden Bunker wurden von den Deutschen nicht besetzt. Vorbei an der Flur „Rote Kaul“ gelangt das Regiment gegen Abend an den Rand des sumpfigen Gebietes „Todtenbruch“.
Colonel Thompsons B- und C- Kompanie des 39.US-Infantry gehen östlich in Richtung Roter und Weißer Wehebach mit Ziel Hürtgen und Kleinhau vor.
                                  
Paustenbach - Die L-Kompanie/39.Infantry hat bereits die Hälfte ihrer Einheit verloren. Ein Bombenabwurf durch ein Kampfflugzeug Typ Lockheed P 38 Lightning geht wegen der schlechten Sichtverhältnisse daneben, d. h. nur eine Bombe trifft den Hügel, eine zweite landet weitab im Tal und die dritte Bombe fällt auf die eigene Truppe. Es gibt zahlreiche Tote und Schwerverletzte in den eigenen Reihen.12
Ein Bunker hält trotz dauerndem Beschuss mit Artillerie und Panzergranaten einen ganzen Tag lang. 12 kg Dynamit, 18 Tellerminen und 200 kg TNT als Sprengladung sind nötig, damit sich schließlich die 38 Verteidiger mit geplatzten Trommelfellen ergeben. Die amerikanischen Kompanien haben nur noch 60 bis 80 statt 180 Mann. Die amerikanischen Pioniere arbeiten sich direkt hinter dem Vernichtungsfeuer von Artillerie und Granatwerfern an die Bunker heran. Im Vorverlegen des amerikanischen Artilleriefeuers springen sie auf, werfen Phosphorgranaten in die Belüftungsanlagen und sprengen mit geballten oder gestreckten Ladungen die Türen auf – ein ebenso zeitraubendes wie verlustreiches Vorgehen.

In Strauch wird bei der Sprengung des Kirchturms die gesamte Kirche zerstört.

Freitag - 22.  September 1944
Jägerhaus - Gegen 9.15 Uhr erreicht die A-Kompanie/ 39. US-Infantry das zu einem deutschen Stützpunkt ausgebaute Gelände um das Forsthaus Jägerhaus. Dort entbrennen heftige Kämpfe.

Samstag - 23. September 1944
Jägerhaus - Die Amerikaner, die noch immer im Todtenbruch festhängen, erhalten den Befehl, umgehend eine Verbindung zwischen ihrem I. Bataillon/60.US-Infantry und der in Jägerhaus stehenden A-Kompanie des 39. US-Infantry herzustellen.  
                                                          
Sonntag - 24. September 1944
Kalltalsperre - Im Bereich der Kalltalsperre wagen sich die Amerikaner erneut vor und liefern sich mit den Deutschen kleinere Gefechte, bei denen ein deutscher Soldat getötet wird.

Dienstag - 26. September 1944
In Schmidt 13 verlassen die Westwall- und Schanzarbeiter nach einem Granatbeschuss schleunigst ihre Quartiere.
Die Einwohner bleiben noch bis zum 26. September 1944. Dann werden auch sie evakuiert und ziehen in verschiedene rechts- und linksrheinische Gebiete, manche sogar bis nach Thüringen.

Donnerstag - 28. September 1944
Monschau - Das Wasser- und Stromnetz wird wieder in Ordnung gebracht. Die Stadt- und Kreisverwaltung nimmt ihren Betrieb wieder auf. Die Amerikaner igeln sich in Monschau ein. Rings um Monschau sind ständig deutsche Stoßtrupps unterwegs. Man lernt, wie andernorts auch, mit den Amerikanern auszukommen.

Freitag - 29. September 1944
Jägerhaus - Dem I. Bataillon/60. US-Infantry (Colonel Chatfield) ist vom Todtenbruch aus die Verbindung zur A-Kompanie/30.US-Infantry in Jägerhaus gelungen. Ein Vormarsch auf das östlich gelegene Germeter findet allerdings nicht mehr statt, da die Kampfkraft der Amerikaner sehr geschwächt ist.
In Ru(h)rberg14 ergeht zwar am 13. September 1944 ein Räumungsbefehl, der aber wieder aufgehoben wird. Die Ru(h)rberger dürfen bis zum 29. September in ihrem Dorf bleiben. Dann müssen auch sie die Heimat verlassen und sich an anderer Stelle, teils in Hannover, teils in Thüringen oder Sachsen, eine neue Bleibe suchen. 

Samstag - 30. September 1944
Kalltalsperre - Die Talsperrenmauer wird bis zum Abend ganz von den Amerikanern besetzt. In der Nacht wird der Kaiserfelsen (südliche Seite der Sperrmauer) von den Deutschen im Gegenstoß
genommen; Haus Heuft, linke Sperrmauerflanke und das linke (nördliche) Kallufer bleiben in amerikanischer Hand. Die Wasserhöhe ist nur wenige Meter gesunken. Die Deutschen planen, die Dammkrone zu sprengen, um den von Jägerhaus über Kallbrück vorstoßenden amerikanischen Panzern den Weg zu versperren.15

Lammersdorf/Paustenbach - Die deutschen Stellungen auf dem Paustenbacher Berg sind ausgeschaltet. Am Abend erreichen die Amerikaner erstmals Simmerath, können den Ort jedoch nicht erobern und ziehen sich wieder zurück. Richtung Kesternich halten Wehrmachtsteile die Bunker in ihrer Hand. In der Nacht starten die Deutschen noch einmal einen Gegenangriff auf den "Kopp", den höchsten Punkt auf dem Paustenbacher Berg, können aber den Sechsschartenbunker nicht erobern. Die restlichen US-Kampfgruppen werden zum Hürtgenwald abgezogen. Dafür rücken „nichtkämpfende“ Truppen der 9. US-Infanteriedivision (z. B. eine Instandsetzungskompanie und eine Spionageabwehrabteilung) in Lammersdorf ein. Die beiden Tanzsäle dienen als Notlazarette, in denen Verwundete der Hürtgenwald-Kämpfe versorgt werden.
                                                          
Montag - 2. Oktober 1944
Kalltalsperre - Talsperrenwärter Heuft versucht von Simonskall aus, sein Haus zu erreichen. Ein Unteroffizier vom deutschen Grenadierregiment 1055 teilt ihm mit, dass seine Wohnung in der Nacht vom 30. September auf den 1. Oktober 1944 abgebrannt und er von seinen Aufgaben entbunden sei.16

4. Oktober 1944
Strauch - In der Nacht haben die Straucher Einwohner ihr Dorf geräumt. Eine Familie bleibt in einem Stollen im Tischberg und wird später von den Amerikanern nach Roetgen gebracht.

Freitag - 6. Oktober 194417
Kommerscheid - Die Amerikaner starten einen mehrtägigen Angriff auf Kommerscheid und Schmidt, der aber von den Deutschen abgewehrt werden kann. Beide erleiden große Verluste.

Sonntag - 8. Oktober 1944
Eicherscheid - Die restlichen Bewohner von Eicherscheid ziehen mit Ochsenkarren und Pferden Richtung Rhein (u. a. Rheinbach, Merl, Flerzheim, Altendorf, Erzdorf, Ollheim, Sinzenich, Hoven) und
erleben dort das Ende des Krieges. Deutsche Feldgendarmen vertreiben das Vieh in die Wiesen und schließen die Molkerei und die Mühle.

Kalterherberg 18 - Die Amerikaner verladen die verbliebene Bevölkerung auf Lastwagen und bringt die Einwohner nach Belgien. Der komplette Viehbestand (einige tausend Tiere) bleibt ohne Betreuung zurück. Was dies für die heimatverbundenen Menschen bedeutet, kann nicht mit Worten ausgedrückt werden.

Montag - 16. Oktober 1944
Kommerscheid - Auf Grund der hohen eigenen Verluste wird die amerikanische Offensive eingestellt.

Mittwoch - 25. Oktober 1944
Vossenack - Deutsche und Amerikaner treffen Vorbereitungen für die große Schlacht um Vossenack und Schmidt.

1. und 2. November = Allerseelenschlacht19
Diese Tage gehen als die verlustreichsten Tage in die Kriegsgeschichte der Westwallkämpfe ein. Die Amerikaner dringen über Vossenack durch das Kalltal ("Kalltrail") nach Schmidt vor und können Teile des Dorfes erobern.

Freitag - 3. November 1944
Schmidt - Die Deutschen reagieren und erobern Schmidt zurück. Häuserkampf - Mann gegen Mann. Am Abend bleibt Schmidt in deutscher Hand.

Samstag - 4. November 1944
Simonskall wird durch das 110. US-Infantry/28. US-Infanteriedivision eingenommen.

Anfang November 1944
Woffelsbach - In Woffelsbach erging der Räumungsbefehl erst Ende Oktober 1944. Anfang November müssen die Einwohner ihre Häuser verlassen.

Dienstag - 7. November 1944
Vossenack - Erneut heftige Kämpfe um Vossenack; das Dorf wechselt mehrfach den Besitzer. Trotz materieller und personeller Überlegenheit gelingt es den Amerikanern nicht, die Deutschen, die erbitterten Widerstand leisten, aus ihren Stellungen zu vertreiben. So sind Vossenack und Schmidt nach Tagen schlimmster Kämpfe mit Tausenden von Toten immer noch nicht endgültig in amerikanischer Hand. Die 28. US-Infanteriedivision zieht sich aus Kommerscheidt über das Kalltal nach Vossenack zurück.

Freitag - 24. November 1944
Germeter - Die Straße von Germeter nach Hürtgen ist von deutschen Pionieren stark vermint worden. Hürtgen wird noch von den Deutschen gehalten.

Sonntag - 26. November 1944
Hürtgen - Nach riesigen Verlusten auf beiden Seiten ist die Kampfkraft der Deutschen am Ende. Zwei Tage später wird Hürtgen und einen Tag danach werden Kleinhau und Großhau eingenommen.

Dienstag - 5. Dezember 1944
Vossenack - Nachdem in Vossenack am 10. Oktober durch die Wehrmacht mehrere PAK aufgestellt wurden, verließen die Bewohner das Dorf in Richtung Lukasmühle-Zerkall. Sie zogen dann weiter bis in das entfernte
Thüringer Land oder nach Bayern. Vossenack wurde am 2. November 1944 erstmals besetzt. Die letzten deutschen Stützpunkte gehen am 5. Dezember verloren. Vossenack ist zu 99 % zerstört.

Bergstein mit dem beherrschenden Burgberg wird am 7.12. von den Amerikanern genommen. Der Weg nach Düren ist frei, als am 12.12.1944 Gey und Straß fallen.

Montag - 11. Dezember 1944
Roetgen - Die 78. US-Infanteriedivision ist in Roetgen eingetroffen. Major General Edwin P. Parker jr. richtet dort seinen Gefechtsstand ein. Zur Division gehören das 309.US-Infantry (Colonel John G.
Ondrick), das 310.US-Infantry (Colonel Earl M. Miner), das 311.US-Infantry, das 7., 62. und 987.Field-Artilleriebataillon, das 709.Panzerbataillon und das 893.Panzerdestroyer-(Panzerzerstörer) Bataillon.

Dienstag - 12. Dezember 1944
Lammersdorf - Kampfeinheiten der 78. US-Infanteriedivision räumen in Lammersdorf die Häuser. Die Einwohner werden zu 40 Personen pro Haus zusammengepfercht. Das III. Bataillon/310.US-Infantry steht vor seinem ersten Einsatz am Westwall. Die K-Kompanie wird angewiesen, eine Patrouille in Richtung Rollesbroich zu schicken, um die dorthin führende Straße zu klären. Diese kann aber nur bis zum Kalltalweg vordringen.

Mittwoch - 13. Dezember 1944 20
Lammersdorf- Der Kampf um die Rurtalsperre Schwammenauel über Schmidt beginnt mit dem Angriff der 78.US-Division, die mit ihren Regimentern von Lammersdorf über Witzerath in Richtung Kesternich und Richtung Rollesbroich vorgeht. Während Rollesbroich gegen Mittag besetzt wird, ist Kesternich am Abend weiter in deutscher Hand. Simmerath wird größtenteils von den Amerikanern besetzt.

Donnerstag - 14. Dezember 1944
Kesternich - Obwohl die Deutschen immer noch Teile von Simmerath halten können, setzen die Amerikaner mit Panzern und Infanterie den am Vortag liegengebliebenen Angriff auf Kesternich fort. Dort verteidigt sich ein Regiment der 272.VGD (Volksgrenadierdivision) mit dem Mut der Verzweiflung. Den Amerikanern gelingt es nicht mehr, weiter nach Kesternich hinein zu stoßen.

Simmerath - Das von Lammersdorf vorgehende 309. US-Infantry greift am gleichen Tag das Grenadierregiment 980 der 272.Volksgrenadierdivision über Witzerath an und geht weiterhin gegen Kesternich vor. Verstärkungen werden von Paustenbach über Simmerath herangeführt.

6

Freitag - 15. Dezember 1944
In Hergarten werden einige Straucher Flüchtlinge durch einen Fliegerangriff getötet. Die Straucher ziehen weiter nach Siegburg, Bonn und Euskirchen.

Samstag - 16. Dezember 1944 21
Beginn der deutschen Ardennenoffensive. Die Deutschen greifen in breiter Front die von den Amerikanern eroberten Gebiete in Ostbelgien und Luxemburg an.

Montag - 18. Dezember 1944
Monschau - Versprengte deutsche Soldaten kommen in die Stadt und werden sofort von den Amerikanern festgenommen. Die Einwohner schlafen zum ersten Mal wieder in ihren Betten.

Donnerstag 4./Freitag 5. Januar 1945
Simmerath - Die Bunker im Bereich "Am Gericht" werden immer noch von Teilen des deutschen Grenadier-Regiments 981 und 689 gehalten. In der Nacht geht die 78. US-Infanteriedivision von Bickerath aus auf die Bunker vor und kann sie am nächsten Tag erobern. Auch Eicherscheid wird erreicht.

Mitte Januar 1945
In Monschau breitet sich Hunger aus. Alle Reserven sind aufgrund der vielen Flüchtlinge verbraucht.
In diesen Tagen fällt Eicherscheid an die Amerikaner. Beginn des Großangriffs der 78. US-Infanteriedivision zur Eroberung der Rurtalsperren. Konzen und Imgenbroich werden genommen. In Kesternich wird drei Tage lang gekämpft, schließlich wird die 272. VGD nach Osten abgedrängt.

7

Dienstag - 30. Januar 1944
Eicherscheid - die Amerikaner errichten in der Eicherscheider Kirche ein Frontkino.

Huppenbroich - Die letzten im Ort verbliebenen Einwohner werden Ende Januar 1945 mit ihren Haustieren von den Amerikanern nach Lammersdorf gebracht.

      Schmidt - Die zweite Abwehrschlacht um die Talsperren beginnt 22.

8

Freitag - 2. Februar 1945
Mützenich - Im Verlauf der Ardennenoffensive werden Teile Mützenichs erneut von den Deutschen erobert. Am 2. Februar heißt es: Die Deutschen sind fort, die Bunker sind nicht mehr besetzt. Die Amerikaner beginnen mit systematischen Bunkersprengungen.

9

Samstag - 3. Februar 1945
Dedenborn - Ein Trupp deutscher Pioniere sprengt am 3. Februar 1944 Teile der Dorfstraße und die Rurbrücke bei Rauchenauel, um den anrückenden amerikanischen Truppen ein Weiterkommen zu erschweren. Dies stellt allerdings für die Amerikaner kein Problem dar, denn schon einen Tag später ist das Dorf von Soldaten der US-Armee, die über den Höhenzug "Rothe Kreuz" herunter kommen, besetzt.

10

Von der gegenüber liegenden Seite rücken US-Infanteristen vor und nehmen einige Häuser in Seifenauel in Beschlag. Um den 7. Februar 1945 werden auch Bewohner des Kermeters nach Dedenborn gebracht. Der Dedenborner Matthias Jansen wird von den Amerikanern zum Bürgermeister bestimmt. Anfang März 1945 beginnt die Heimkehr der evakuierten Dedenborner.

Sonntag - 4. Februar 1945
Rurberg wird eingenommen.

      Montag - 5. Februar 1945
      Woffelsbach und die Urfttalsperre werden von den Amerikanern besetzt.

      Mittwoch - 7. Februar 1945
Strauch geht endgültig an die Amerikaner verloren. Der Ort ist größtenteils zerstört.

11

Samstag - 10. Februar 1945
      Die Amerikaner erreichen endlich den Staudamm Schwammenauel. Der Stausee läuft nach deutschen Sprengungen aus und flutet das Rurtal.

Montag - 19. März 1945
Strauch - Die ersten Einwohner kommen aus der Evakuierung in das zerstörte Dorf zurück.
Rollesbroich - Auch in Rollesbroich kommen Heimkehrer an.

Anfang April 1945
Die Eicherscheider kehren wieder nach Hause zurück. Ihre Bilanz des Krieges: 57 gefallene oder vermisste Soldaten, 12 Ziviltote, 26 Häuser abgebrannt; 16 Häuser völlig zerstört; Rest zu 50 % zerstört und unbewohnbar. 

12

* * *

Mein Dank geht an Herrn Gerhard Kristan, Roetgen, für seine fachliche Beratung

 

Erläuterungen

(rot gekennzeichnet im Text)

1       
Aus Platzgründen kann über Dörfer, über die an anderer Stelle bereits viel geschrieben wurde, nicht ausführlich berichtet werden. Literaturhinweise sind angezeigt.
2       
Vogelsang wurde 1950 offiziell den Belgiern übergeben.
3       
Es handetlt sich um dt. Soldaten, die in Holstein interniert waren
4       
Wäre Major General Collins (VII. US-Corps) weiterhin konsequent vorgegangen, wäre es vermutlich niemals zu den verheerenden Kämpfen im Hürtgenwald, im Stolberger Frontbogen und um die Talsperren gekommen. Ein sofortiger Durchmarsch hätte es der geflüchteten  Zivilbevölkerung ermöglicht, nach wenigen Tagen wieder in ihre Dörfer zurück zu kehren. Vielleicht hätten hunderttausende Menschen nicht sterben müssen. Doch was nützen alle "wenn" und "aber" - die Geschichte lehrt uns, dass es anders kam - leider.
5       
Die Ereignisse in Lammersdorf werden in der Literatur ausführlich beschrieben, siehe Quellenverzeichnis.
6       
Die Zurückgebliebenen werden später durch die Amerikaner samt ihrem Vieh auf Umwegen erst nach Lammersdorf und später nach Roetgen gebracht. Ihr Vieh wird in Lammersdorf untergestellt.
7       
Cavalry Groups waren flexible Kampfgruppen mit gepanzerter Infanterie die den Corps unterstanden, was bedeutete, dass sie schnell und unabhängig verschoben werden konnten
8       
Das III. Bataillon folgt im Laufe des Tages nach. Zuerst mussten am Entenpfuhl noch Straßensperren und Minen beseitigt werden.
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Panzerabwehrkanone
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Bericht Dr. Scherzer, Mitinhaber der Firma Junker
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In Jägerhaus befand sich später der Kompanie-Gefechtsstand der A-Kompanie/39.US-Infanterieregiment
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Friendly Fire
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vgl. die einschlägige, umfangreiche Literatur zu den Schlachten im Hürtgenwald, insbesondere die Veröffentlichungen von Rainer Monnartz, Stolberg
14     
Rurberg wurde vor dem 2. Weltkrieg noch mit "h" geschrieben
15     
Dieser Plan wurde zum Glück nicht ausgeführt. Die für die Versorgung der Westwall-Bunker dringend benötigten Wasserreserven hätten das gesamte Kalltal einschließlich Simonskall und Mestrenger Mühle überflutet und verheerende Folgen angerichtet. So aber konnte die Talsperre bis Anfang Oktober langsam leerlaufen.
16     
Paul Heuft hat nach seiner Heimkehr im März 1945 die Schieber des Grundablasses wieder geschlossen
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In der Zeit vom 6. bis 16. Oktober kommt es zur „Ersten Abwehrschlacht im Hürtgenwald“. Sie beginnt mit dem Angriff  des 39. und des 60. US-Infantry/9. US Infanteriedivision über die        Höhenschneise im Tal der Weißen Wehe  Richtung Germeter. Die „Zweite Abwehrschlacht im Hürtgenwald“ dauert vom 2.11. bis zum 14.11.1944. Die „Dritte Abwehrschlacht im Hürtgenwald“ begann am 16.11. und endete am 12.12.1944.
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Das Schicksal der Kalterherberger wurde mehrfach in Jahrbüchern und anderen Publikationen dargestellt. Es handelte sich um eine völlig unnötige und willkürliche Aktion, wie später festgestellt wurde. Die Kalterherberger wurden zuerst in Kasernen in Malmedy und Verviers gebracht. In Malmedy fanden mehrere Kalterherberger den Tod, als die amerikanische Luftwaffe irrtümlich die Stadt bombardierte, obwohl sie von Amerikanern und nicht von Deutschen besetzt war. Am 29. Dezember wurden 230 Personen auf LKW´s verfrachtet und nach Lüttich in ein Internierungslager umquartiert. Über Thieux ging es in Viehwagen am 7. Januar 1945 nach Brüssel. Mit vorgehaltenen Maschinenpistolen wurden sie wie Verbrecher in Empfang genommen und in ein Gefängnis gesteckt. Männer und Frauen wurden getrennt. Am 12. Januar 1945 wurden die Frauen und Kinder mit der Bahn in das Konzentrationslager Vught bei       Hertogenbosch/Niederlande gebracht, das mit Stacheldraht abgesichert war. Am 9. April 45 wurden die Männer ebenfalls nach Vught gebracht.
Erst am 22. Mai 1945 – also zwei Wochen nach Kriegsende – wurden sie in Güterwagen verfrachtet und landeten nachmittags in Aachen-West. Am nächsten Tag fand dann mit amerikanischen LKW´s die Heimfahrt statt.
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In den zahlreichen Veröffentlichungen wird die "Allerseelenschlacht" ausführlich geschildert. Bitte auf die Literaturhinweise achten.
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vgl. Siebertz, H. Jürgen: "Der 2. Weltkrieg in Rollesbroich", Helios-Verlag Aachen, 2013
21     
Das umfangreiche Thema bedarf einer gesonderten Darstellung; vgl. die einschlägige Literatur.
22     
Die „Erste Abwehrschlacht um die Talsperren“ fand in der Zeit vom 13.12.1944 bis 25.1.1945 statt. Die „Zweite Abwehrschlacht um die Talsperren“ begann am 30.1. 1945 und endete mit der Einnahme von Schmidt am 10.2.1945.

Quellenangaben

Bücher
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Fischer-Borken, Konrad: Krieg im Westen, Pabel 1980
Groß, Manfred: Westwallkämpfe, Helios 2008
Hansen, Hans-Josef: Auf den Spuren des Westwalls, Helios 1997
Haslob, Gevert: Ein Blick zurück in die Eifel, Condo 2000
Henke, Klaus-Dieter: Die amerikanische Besetzung Deutschlands, München1995
Hohenstein, Adolf/Trees, Wolfgang: Hölle im Hürtgenwald, Triangel 1981
Hohenstein, Adolf: Schicksale zwischen den Fronten, Weiß-Druck 1982
Kaeres, Kurt: Das verstummte Hurra, Helios 2002
Klubert Elmar+/Schartmann Friedhelm: Roetgen - wie es war, Meinerzhagen 1982
Kriegstagebuch LXXXI. Armeekorps, Tagesmeldungen, Bundesmilitärarchiv Freiburg
Kuffner, Alexander: Zeitreiseführer Eifel 1933-1945, Helios 2007
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MacDonald, Charles B.: The Siegfried Line Campaign, Office of the Chief of Military History, Washington D.C. 1963
Monnartz, Rainer: Hürtgenwald 1944/1945, Militärgeschichtlicher Tourenplaner, Helios 2008
Monnartz, Rainer: Unveröffentlichtes Manuskript „Die Schlacht im Hürtgenwald 1944/45 (Eine geschichtliche  Zusammenfassung in Zeitabschnitten), Stolberg 2006
Müller, Richard Matthias: Der Krieg, der nicht sterben wollte, Universitas 2002
Poll, B.: Die Kämpfe im Aachener Land (Sept. 1944) in: Heimatbl. d. LK Aachen, Heft 3/1959. S. 50
Ritgen, Helmut: Westfront 1944, Motorbuch-Verlag 2004
Schadewitz, Michael: Zwischen Ritterkreuz und Galgen, Helios 2007
Siegel, Horst: Vergebens war aller Mut 1944/45, Helios 2007
Thömmes, Matthias: Die Amis kommen, Helios 2000
von der Weiden, Günter: Zerschossene Heimat, Helios 2004
Scheibler, Walter: Zwischen zwei Fronten, Weiß-Druck 1959
Scherer, Wingolf/Broch: Untergang-Kampf u. Vernichtung der 277. ID i. d. Norm. u.d. Eifel
Siebertz, H. Jürgen: "Rette sich, wer kann", Aachen 2005
Siebertz, H. Jürgen: "Höhe 554", Aachen 2009
Siebertz, H. Jürgen: "Der 2. Weltkrieg in Rollesbroich und die Jahre danach", Aachen 2013
Von Falkenberg, Max: Hürtgenwald 44/45, Emmelshausen 2004
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Graß, Alfons: "Chronik der Schule Eicherscheid", 1981, Seite 86
Gunkel, Otto: "Tod und Vernichtung - Winterkrieg 1944/45 im Monschauer Land", 1990, Seite 109
Harzheim, Gabriele: "500 Jahre Steckenborn, Notizen aus der Geschichte", 2006, Seite 22
Hermanns, Rudolf: "Erinnerungen eines Kindes an die letzten Kriegsmonate (Rohren 1944/45)", 2009
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Stollenwerk, Ernst: "Kriegsende in Lammersdorf (September 1944 - April 1945)", 2006, Seite 115
Stollenwerk, Wilhelm: "Die »Bunkerstraße« im Buhlert erzählt (1949 niedergeschrieben)", 1983, S. 136
Verein für Heimatgeschichte e. V. Rohren: 1521 Royren-Rohren 2001, S. 202 ff, 2002
Weiß, Pejo: "Dezember 1944 in Kesternich - nach Aufzeichnungen von Johann Reineke", 1995, Seite 111
Weinert, Maria Therese: "Als die Amis Eupen besetzten", 1994, Seite 140
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